Immaterielles Kulturerbe

Am 17. Dezember 2020 wurde von der UNESCO das Bauhüttenwesen als Immaterielles Kulturerbe in das Register Guter Praxisbeispiele aufgenommen. Die Bewerbung war gemeinsam von 18 Bauhütten aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Norwegen eingereicht worden. Für die europäischen Bauhütten ist dies eine besondere Anerkennung ihrer unermüdlichen Arbeit zum Erhalt der zahlreichen Kathedralen, Dome, Münsterkirchen und anderer historischer Großbauten, die das Erscheinungsbild vieler unserer Städte prägen. Bereits 2018 war das Bauhüttenwesen in Deutschland und Frankreich in die nationalen Listen Guter Praxisbeispiele aufgenommen worden.

Auf der eigens aus diesem Anlass eingerichteten mehrsprachigen Website www.bauhuetten.org stellen die 18 beteiligten Bauhütten sich, das Bauhüttenwesen und ihren gemeinsamen Weg zur Eintragung in das Register Guter Praxisbeispiele in Text, Bild und Film vor. 

Ohne die europäischen Bauhütten wäre der Erhalt zahlreicher europäischer Kathedralen und anderer historischer Großbauten, die einen wesentlichen Teil des europäischen Kulturerbes bilden, schwer denkbar. Bis heute stehen sie in der Tradition der mittelalterlichen Bauhütten und geben ihr unschätzbares Fachwissen und ihre Traditionen von Generation zu Generation weiter. Handwerker und Restauratoren der verschiedensten Gewerke arbeiten eng vernetzt zusammen, um die herausragenden Bauten künftigen Generationen zu bewahren. Ein fester Mitarbeiterstab, der sich mit dem Bauwerk identifiziert, sorgt dafür, dass Schäden früh erkannt und behoben werden können.

Wie bereits im Mittelalter stehen auch heute die Bauhütten international in einem regen wissenschaftlichen und handwerklichen Austausch, um von dem Wissen und den Erfahrungen der anderen zu profitieren. Neben traditionellem Handwerk ist stets auch Innovation gefragt, um neue Wege zur Konservierung der historischen Baumaterialien zu finden. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen.

Europastein der Bauhütten

Mit dieser Fiale haben sich die 18 Bauhütten aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Norwegen bei der UNESCO um Eintragung auf die Liste des immateriellen Kulturerbes beworben. Jede Bauhütte hat dabei ein Werkstück in einer für ihren Bau typischen Steinsorte und Formensprache gefertigt.

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© protel Film und Medien GmbH www.protel-film.de

Die Bauhütten sagen Danke

Mit diesem kleinen Videoclip sagen die Bauhütten der UNESCO für die getroffene Entscheidung Danke.

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© Bauhütten aus Aachen, Bamberg, Basel, Dresden, Freiburg, Köln, Linz an der Donau, Regensburg, Schwäbisch Gmünd, Straßburg, Trondheim. Schnitt Marcus Laufenberg, Videola Köln.

Europäische Bauhütten

Europäische Bauhütten

Sabine Bengel - Fondation de l'Œuvre Notre-Dame & Dombaumeister e.V. (Hrsg.)

Vielerorts sind in Europa Bauhütten für die Erhaltung von Kathedralen und Großkirchen verantwortlich. Sie bewahren traditionelle Handwerkstechniken, überliefertes Wissen sowie Bräuche und Rituale. Unter der Leitung eines Baumeisters oder einer Baumeisterin arbeiten verschiedene Gewerke interdisziplinär daran, die beeindruckenden Baudenkmäler zu erhalten. Die kontinuierliche Betreuung durch eine fest eingerichtete Bauhütte hat sich als unabdingbar für eine denkmalgerechte, dauerhafte Bewahrung historischer Großbauten erwiesen.

Am 17.12.2020 hat die UNESCO das Bauhüttenwesen in sein Register Guter Praxisbeispiele zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Gestellt wurde der Antrag bei der UNESCO von 18 Bauhütten aus Deutschland, Frankreich, Norwegen, Österreich und der Schweiz. Diese Bauhütten werden hier vorgestellt.

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