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Zentral-Dombau-Verein und Papierfabrik Zerkall präsentieren hochwertige Domreliefs

Im kommenden Jahr 2023 jährt sich die Grundsteinlegung des Kölner Domes zum 775. Mal. Zu diesem Anlass veröffentlicht die traditionsreiche Papierfabrik Zerkall in Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein eine Kollektion besonderer Domreliefs: 160 kleine und 26 Papier-Reliefs zeigen die berühmte Westfassade der Kölner Kathedrale. 2/3 des Reinerlöses aus dem Verkauf der Reliefs kommen dem Zentral-Dombau-Verein und damit dem Erhalt des Kölner Domes zugute.

Dombaumeister Peter Füssenich, der Geschäftsführer der Papierfabrik Zerkall GmbH, Hans-Wilhelm Hambloch, und der Präsident des ZDV Michael Kreuzberg präsentieren das Domrelief.

Das Domrelief mit Blick auf die Westfassade des Domes.

„Ich bin begeistert, wie hochwertig und künstlerisch wertvoll die Papier-Reliefs die beiden Türme unseres Doms hervortreten lassen“, sagt ZDV-Präsident Michael Kreuzberg. „Die Reliefs sind so dezent wie wirkungsvoll – und ein Muss für alle, die mit dem Kölner Dom verbunden sind. Ein besonderer Dank gebührt dem Künstler des Dom-Wasserzeichens, Pedro Lopez-Lopez, dessen Erstlingswerk sich wahrlich sehen lassen kann.“

Für die Sonderkollektion hat die Papierfabrik Zerkall jeweils 4 x 40 Bögen in annährend DIN A4-Größe, gerahmt in DIN A 3, produziert. Darüber hinaus – in alphabetischer Reihenfolge – 26 große Bögen in annähernd DIN A 3, gerahmt in DIN A 2. Das Maß „4 x 40“ ist dabei nicht zufällig gewählt: Mit der Zahl vier nimmt die Manufaktur auf die vier Grundelemente und die vier Himmelsrichtungen Bezug – und spielt zugleich auf die Hausnummer des Kölner Domes an. Die Zahl 40 hat im Christentum allgemein hohe Symbolkraft. Rund 40 Jahre dauerte es
darüber hinaus, bis der berühmte Dreikönigenschrein des Kölner Domes fertiggestellt wurde – das größte, künstlerisch bedeutendste und inhaltlich anspruchsvollste Reliquiar des Mittelalters.

Seit Jahrzehnten wird in Zerkall Papiere für bedeutsame Dokumente der deutschen Geschichte hergestellt. Vor diesem Hintergrund ist es naheliegend, auch den Dom auf einem einzigartigen Papier darzustellen. Der aufwendige Rahmen ist beidseitig transparent, was die Schönheit des Papiers unterstreicht. Auf dem Relief befinden sich neben dem Kölner Dom, das Wasserzeichen der Papierfabrik Zerkall und das Zeichen des Wasserzeichenkünstlers. Jedes Blatt ist individuell durch die Prägung der Nummerierung gekennzeichnet.

Die 40 Domreliefs in annähernd DIN A 4 - gerahmt DIN A 3-Größe - sind ab dem 10. November dieses Jahres über den Zentral-Dombau-Verein verbindlich zum Preis von 2000 Euro (für Mitglieder des ZDV 1600 Euro) ebenso zu bestellen wie die 26 annähernd DIN A 3 – gerahmt DIN A 2 – verbindlich zu 3000 Euro (Mitglieder des ZDV 2.400 Euro).

Der Papierfabrik Zerkall wird die Bestellung weitergeleitet. Eine Urkunde – das sogenannte Zertifikat A1/40 – bestätigt allen Käuferinnen und Käufern, dass das Domrelief in der Papierfabrik Zerkall in Zerkall geschöpft ist. Das Papier ist handgeschöpft und ungeleimt. Material: Hader und Linters. Von den Bögen in alphabetischer Reihenfolge werden 4 an caritative Einrichtungen verschenkt, damit diese dann versteigert werden können, um so einen finanziellen Zuschuss zu deren Arbeit zu erhalten. Verbunden hiermit ist die Besichtigung der Papierfabrik in Zerkall durch deren Mitarbeiter. Die Einrichtungen sind: Buchstabe B „Bergisch Gladbacher Tafel“, Buchstabe D „Dat Kölsche Hätz“, Buchstabe R „Rommerskirchener Tafel“ und Buchstabe K: Kölner Tafel“

Der Zentral-Dombau-Verein ist heute die größte Bürgerinitiative weltweit für die Erhaltung des Domes – unabhängig – überparteilich – überkonfessionell. Gegründet 1842 mit dem ehrwürdigen Ziel, den Bau des Kölner Wahrzeichen zu vollenden. Heute, 180 Jahre später, ermöglichen die Spenden, Mitgliedbeiträge, Patenschaften, Nachlässe und Kooperationen des ZDV den Erhalt des architektonischen Wunderwerkes. Seit Gründung sind es jährlich rund 60% der Bauerhaltungskosten, die der ZDV dem 100-Personen starken Team der Kölner Dombauhütte zur Verfügung stellen können. Warum ist das notwendig? Der Kölner Dom gehört sich selbst, er ist eine eigenständige juristische Person und bedarf so der fortwährenden Unterstützung - ein Generationenprojekt für die Ewigkeit … damit der Dom uns bleibt!

Die Papierfabrik Zerkall GmbH liegt eingebettet in den Ausläufern der Nordeifel, im Rheinischen Revier, am Unterlauf der Kall, die einige hundert Meter weiter im Ort Zerkall in die Rur mündet. Der Standort wird bereits Anfang des 16. Jahrhunderts als Mühle gegründet und dient im Verlauf als Schleifmühle, Walkmühle und Ölmühle. 1888 richtet ein Papiermacher im Mühlengebäude eine Papierfabrikation ein und beginnt mit der Herstellung von Pappen und Packpapier auf einer einfachen Rundsiebmaschine. Der Dürener Papierfabrikant Gustav Renker erwirbt den Betrieb im Jahr 1903 und baut ihn unter erheblichen Erweiterungen zu einer Feinpapierfabrik um, die eine wirtschaftliche Herstellung echter Büttenpapiere auf einer Rundsiebmaschine ermöglicht. Schritt für Schritt erfolgt der Ausbau des hochwertigen Sortiments der Anzeigenund Druckpapiere, das unter der inzwischen in vielen Ländern geschützten Markenbezeichnung „Zerkall-Bütten“ vermarktet wird. Dank ständiger Qualitätsverbesserungen und der Erschließung neuer Märkte erlangt die Produktion bald weltweite Bekanntheit.

Trotz mehrfacher Rückschläge infolge der beiden Weltkriege kann die Firma durch stetige Innovation und Erweiterung ihrer Anlagen an das Niveau ihrer qualitativen Spitzenerzeugnisse anknüpfen und das Produktionsprogramm fortentwickeln. Nach vier Generationen der Familie Renker, liegt die Führung der Papierfabrik Zerkall GmbH seit Mai 2021 in neuen Händen und gehört der Firma IP Verpackungen GmbH in Aldenhoven (Kreis Düren). Es werden weiterhin echte Büttenpapiere mit vierseitigem Büttenrand im Flächengewichtsbereich 90-600 g/ qm auf dem Rundsieb hergestellt, die in der eigenen Verarbeitungsabteilung zu Anzeigenpapieren - Briefbogen, Karten, Hüllen - oder zu Planopapieren für den Einsatz im künstlerischen Druck oder in der Buchdruckkunst verarbeitet und weltweit vertrieben werden.

Seit der Flut im Mai 2021 ruht die Produktion. Eine Wiederinbetriebnahme ist in Planung.

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